Sind Boomer die besseren Führungskräfte?

~ Teil 1

In Gesprächen mit Unternehmen hören wir seit einiger Zeit gern die Aussage: „Die Boomer sind eher bereit in schwierigen Situationen durchzuhalten“.

Fachwissen und Erfahrung sind wichtige Grundlagen für eine Führungskraft. Doch beides erklärt längst nicht mehr, warum manche Menschen Teams erfolgreich führen – und andere trotz beeindruckendem Lebenslauf daran scheitern.

In unserer dreiteiligen Beitragsreihe möchten wir durch die Darstellung von 12 Führungskompetenzen deutlich machen, worauf es aus der Sicht einer langjährigen Personalberatung bei einer Führungskraft heutzutage ankommt.

In unserer täglichen Arbeit erleben wir immer wieder, dass moderne Führung weniger mit Positionen als mit Wirksamkeit zu tun hat. Mitarbeitende erwarten Orientierung, gerade dann, wenn Entscheidungen komplex werden und die Zukunft unsicher ist. Genau deshalb reicht Hierarchie heute allein nicht mehr aus. Eine Position kann Verantwortung übertragen – Führung entsteht jedoch erst durch die Art, wie Menschen handeln, entscheiden und mit anderen zusammenarbeiten.

Vier Kompetenzen sind dabei besonders relevant:

  • Unternehmerisch denken und handeln
  • Strukturiert analysieren und Probleme lösen
  • Orientierung geben und proaktiv handeln
  • Wertschätzend kommunizieren.

Diese Kompetenzen machen in der Praxis häufig den Unterschied. Führungskräfte müssen Entscheidungen im Sinne des Unternehmens treffen, komplexe Zusammenhänge verstehen, auch in unsicheren Situationen Klarheit schaffen und Vertrauen aufbauen. Fachliche Expertise wird dabei oft vorausgesetzt. Entscheidend ist, ob Menschen Verantwortung auch tatsächlich übernehmen wollen und andere für gemeinsame Ziele gewinnen können.

Vielleicht liegt genau darin der größte Wandel moderner Führung: Früher reichte es oft, Verantwortung übertragen zu bekommen. Heute muss man zeigen, dass man sie tragen kann.

„Führung beginnt dort, wo Verantwortung Wirkung entfaltet.“

Alle Artikel aus der Kategorie Aktualität Alle Artikel aus der Kategorie Führungskräfte