Am vergangenen Sonntag hat Berlin gewählt. Nach Auszählung der Stimmen richtet sich der Blick nun darauf, welche Parteien eine tragfähige Mehrheit bilden können. Unterschiedliche Positionen müssen in eine gemeinsame Arbeitsgrundlage übersetzt werden, damit aus dem Wahlergebnis politische Handlungsfähigkeit entsteht.
Koalitionsfähigkeit ist auch in Unternehmen gefragt. Dort treffen Interessen aufeinander, die aus der jeweiligen Verantwortung begründet sind. Abteilungen bewerten dieselbe Entscheidung aus verschiedenen Blickwinkeln. Manche streben schnelle Veränderungen an, andere richten ihre Aufmerksamkeit stärker auf Stabilität und mögliche Risiken.
Die Aufgabe von Führung besteht darin, diese Perspektiven zusammenzuführen. Dafür müssen zunächst die Interessen hinter den vertretenen Positionen sichtbar werden. Häufig liegen die Vorstellungen über den richtigen Weg auseinander, obwohl das übergeordnete Ziel geteilt wird.
Wer ausschließlich an der eigenen Position festhält, begrenzt den Raum für gemeinsame Lösungen. Gute Zusammenarbeit braucht Kompromissbereitschaft im Sinne des gemeinsamen Ziels. Eine gemeinsame Richtung entsteht, wenn Prioritäten klar benannt und Entscheidungen nachvollziehbar begründet werden. Koalitionsfähige Führung bezieht unterschiedliche Sichtweisen ein und schafft eine verbindliche Arbeitsgrundlage, die Verantwortlichkeiten und Handlungsspielräume klärt.
Wie gelingt es Ihnen, unterschiedliche Interessen auf ein gemeinsames Ziel auszurichten?
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